In einer Sonntagnachmittagssendung wird das Lied von Whitney Houston gespielt. Das hab ich lange nicht gehört, es passiert nichts, ich denke nur über das ‚always‘ nach. Die Männer, die ich ewig zu lieben glaubte, liebe ich nicht mehr. Mit zwanzig oder dreißig darf man so was gar nicht behaupten. Jetzt bin ich in einem Alter, da wäre es zu schaffen. Es gibt nur niemanden zum ‚always‘ lieben.
Abends fällt mir das Lied wieder ein und ich nehme mir das Smartphone. Jetzt sehe ich auch die bildschöne Whitney. Schon bei den ersten Tönen kommen mir die Tränen. Das gibt es doch nicht. Ich unterdrücke sie, bis der Hals weh tut. Dann fließen sie doch. In Strömen. Ich kann nichts dagegen machen. Eine Szene aus dem Film ‚Bodyguard‘ macht es noch schlimmer. Es zerreißt mir das Herz. Dabei verbinde ich das Lied mit niemandem, es erinnert mich nur an die damalige Zeit. Es tut so schrecklich weh, dass ich ernsthaft denke, ich bin bereit, den Rest meines Lebens allein zu bleiben, wenn ich nur nie wieder so schrecklichen Liebeskummer haben muss. Im Bett weine ich immer noch. Frank sagte mal ‚lieber den Schmerz als gar nichts fühlen‘. Na, danke, ich hab mich mit dem Nichtsfühlen arrangiert. Obwohl – so ein bisschen Verliebtsein wäre schon schön.