Es war wohl ein später Nachmittag. Die Sonne strahlte durch die Wolken, die eine geheimnisvolle Landschaft in leuchtenden Farben bildeten. Überirdisch schön. Das war wohl das Paradies, nicht direkt das Paradies, aber wie der Vorraum. Dahinter ein göttlicher Raum. Und ganz dicht an der Schwelle war meine Mutter. Das spürte ich so deutlich, dass ich auf Rollschuhen ganz schnell auf dieses Abendrot zufuhr und dachte, wenn ich schnell genug bin, erreiche ich diese himmlischen Gefilde. Das war merkwürdig, dass ich meine Mutter dort vermutete und nicht meinen Vater. Er war ja meine große Liebe. Aber hier in Gold und Rot spürte ich meine Mutter. Dann fuhr ich die Straße zurück, drehte um und fuhr wieder ganz schnell zum Himmel. Immer wieder. Ich glaube nicht, dass ich so versponnen war, dass ich wirklich meinte, ich könne hochfahren, wenn ich nur schnell genug bin. Aber auch der Versuch war sehr aufregend. So fuhr ich dann viele Male meiner Mutter entgegen und hatte sie lieb.
Das Weltall schwarz, kalt und leer? Eine traurige Vorstellung! Ein Paradies hinter den Wolken ist doch sehr tröstlich. Jesu Auferstehung, Mariens leibliche Fahrt in den Himmel kann ich mir durch das Weltall nicht vorstellen. Wie herrlich dagegen das Bild von Maria und Jesus über den leuchtenden Wolken! Und da sitzt auch Gott – und meine Mutter.