Pergamonmuseum

Nachts konnte ich mehrere Stunden schlafen, fühle mich fit und hole mir die Viererkarten. Kurz entschlossen gehe ich gleich zur Haltestelle und komme mit einmal umsteigen gut am Lustgarten an.  Alles voller Polizeiautos, Mannschaftswagen und Polizisten. So ein Aufgebot habe ich noch nie gesehen. Einen Polizisten frage ich ‚Klassentreffen der Polizei?‘ – ‚Ja genau, haha‘. – In    der Ausstellung sind zwei junge Mädchen, die Religionslehre studieren und Hebräisch können. Sie googeln  für mich und ich lerne was dazu. Alles prima. Nach der Ausstellung zum Bus. Auf dem Lustgarten steht ein Grüppchen mit gelben Westen und Fahnen. Eine Person spricht über Megafon. Ich frage einen Herrn, was das für eine Demo sei. Es sind Reichsbürger. Sie bleiben unter sich, ich sehe keine Zuhörer. An der Bushaltestelle die Information ‚Kein Busverkehr wegen Demonstrationen‘. Super. Ich laufe Richtung Brandenburger Tor. Halt! Hier geht es nicht weiter. Eine Demonstration. Ich frage den Polizisten ‚Ist das die Gegendemonstration gegen die Reichsbürger?‘ ‚Inder!‘ brüllt er mir entgegen. Endlich am Brandenburger Tor sind die S-Bahneingänge verschlossen. Schienenersatzverkehr. Den finde ich erst mal nicht. Zwei junge Männern zeigen mir, wo’s langgeht. Der Ersatzbus ist rappelvoll. Ich komme bis Potsdamer Platz und laufe zur nächsten Bushaltestelle. Die Busse fahren. Jubel! Denn ich kann keinen Schritt mehr laufen. – So, für diese Zumutung habe ich keinen Fahrschein gestempelt, verzichte dafür auf Schmerzensgeld.  

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