So hieß 1999 eine Radiosendung. Jeden Tag wurde ein Wort vorgestellt. Ich nahm alles mit Kassette auf und schrieb dann den Text per Hand und heftete ihn in Hüllen ab. Wenn ich danach etwas Interessantes über einen der Begriffe las, kam auch der Artikel in die Hülle. Jetzt ist das ein praller Ordner.
Ab 1991 gab es dann das Unwort des Jahres. Das hat mich zunächst nicht interessiert, aber im Jahr 2000 kam das Wort des Jahres dazu, und ich fing wieder an zu sammeln.
2004 wurde das schönste deutsche Wort gesucht. Das fand ich sehr interessant und befragte Bekannte nach ihrem schönsten Wort. Alles nicht so toll, und mir fiel auch keins ein. Gewonnen hat ‘Habseligkeiten’.
Jetzt fiel mir auf, dass ich dauernd ‘süß’ sage. Alles Mögliche ist ‘süß’. Es ist eine sprachliche Angewohnheit wie ‘gerne’ und ‘kein Problem’, was ich ja kritisiere. Aber wenn es keine bessere Möglichkeit gibt, etwas ganz Schönes zu beschreiben, dann ist es eben ‘süüüß’.