Altersheim

Altersheim

Sabine lernte ich in der WG mit Ronald und Mario kennen. Die WG löste sich auf und ich vermittelte Sabine die Wohnung von Russenhanne im Haus gegenüber. Sie wurde eine Freundin und wir waren oft zusammen. Als sie wieder in ihr Kaff zog, hab ich sie ein paarmal besucht, und wenn sie in Berlin war, wohnte sie bei mir. Dann hatten wir wenig, später gar keinen Kontakt mehr. Ich hab es dann noch mal probiert. Da war sie im betreuten Wohnen. Wir hatten uns sehr auseinander gelebt. Ihren letzten Brief hab ich nicht mehr beantwortet. Auch ihre Mutter wurde krank, dement und pflegebedürftig. Sohn Eckhard kümmerte sich rund um die Uhr. 

Vorhin wollte ich wissen, wie es allen geht. Sabines Mascha ist seit zwei Jahren tot. Eckhard geht es nicht gut, und er überlegt, wer  i h n  einmal pflegt. Und dann der Schock: Sabine ist im Altersheim! Da wollte sie unbedingt rein, weil sie im betreuten Wohnen nicht mehr kochen und putzen wollte. Kochen und Putzen sind auch nicht meine Lieblingsbeschäftigungen. Es war toll, als ich in Neutrauchburg nichts machen musste, nur Sport, und das leidenschaftlich gern. Aber freiwillig in ein Altersheim? Da putze ich lieber von morgens bis abends.

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