Fleckchen putzen

Fleckchen putzen

Es gibt Reinemachen und Großreinemachen. Großreinemachen ist z. B. der Frühjahrsputz. Reinemachen ist das wöchentliche Saubermachen der Wohnung. Ohne Fensterputzen und Teppichklopfen. Teppichklopfen ist eine scheußliche Arbeit und zum Glück ausgestorben. Sogar die Teppichstangen sind  mit dem Schild der Klopfzeiten verschwunden. Also wöchentliches Saubermachen heißt Aufräumen, Durchsaugen und Wischen, in Bad und Küche Klobschüssel und Waschbecken reinigen. Zum Schluss in den Zimmern  staubwischen. Großreinemachen war da schon ein anderes Kaliber. Das kenne ich nur von Familie H., meiner ersten Pflegefamilie. Da ging es rund. Decken und Wände abstauben, Fenster putzen, Gardinen waschen, Teppiche klopfen, wischen, bohnern, Klinken putzen, Möbel polieren, Türen abwischen..Herd putzen, Ausguss reinigen, zum Schluss Fransen kämmen und Staub wischen. 

Im Heim gab es unterschiedliche Dienste. Klo und Flur, Tagesraum und Raucherzimmer usw. Ich hab das mal in meinem Tagebuch beschrieben, aber das war so eklig und ordinär, dass ich es hier nicht wiederholen möchte.

Nun zu meiner jetzigen Wohnung. Da habe ich nach Gefühl, Lust und Laune oder wenn ich Besuch erwartet habe, die ganze Wohnung aufgeräumt und geputzt, Das ging ruck zuck. Bald hab ich mir das aufgeteilt. Nur noch ein zwei Räume, dann nur noch  eine Ecke. Inzwischen hab ich die Arbeit soweit reduziert, dass ich mir nur noch ein Fleckchen vornehme, ein Fensterbrett oder den Küchentisch Bald werde ich wohl nur noch eine Fläche groß wie eine Briefmarke schaffen. Ich habe nun zwar einige saubere und ordentliche Fleckchen – aber die Wohnung sieht aus wie Sau.. 

Hinterlasse einen Kommentar