Leute

Leute

Das ist wieder was für Heinz: ‘Was kennst du für Leute?’ In der Akazienstraße gibt es ein Haus mit betreutem Wohnen. Ich grüße zwei der Bewohnerinnen mit ihren Betreuern. Es ist kein Austausch von Informationen, nur von Floskeln. Sie erkennen mich. Barbara sagt, wenn sie mich trifft ‘Jutta’. – Ich grüße den Übergewichtigen, tätschle Robert in seinen Frauenkleidern den Po. Besonders freundlich grüßt der Straßenreiniger mit der dunklen Haut, und ich antworte so charmant wie möglich. – Diese Leute sind nicht im Tennisverein, nicht in der Malgruppe oder Diskussionsrunde. Wir wohnen im selben Dreh. Ich habe Glück und keinen Betreuer nötig. Ich fühle mich nicht ‘überlegen’, wie es Heidrun vermutet. 

Der Ehemann einer Bekannten begrüßte mich beim ersten Treffen mit ‘Sind Sie missbraucht worden?’ Und ich habe geantwortet ‘Nein, nur schlecht behandelt’ So redet ein Heimkind mit einem anderen.

Ich fühle mich den besseren Leuten nicht unterlegen. Nicht ein bisschen. – Nur manchmal.

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