Im Mädchenwohnheim gab es zum Geburtstag, wie sonst nur am Sonntag, Butter zum Frühstück. Geschenke gab es wohl nicht. An der PH gratulierte mir mal Rainer zum Geburtstag, sonst wusste wohl niemand davon, und ich selbst wollte es auch ignorieren. Dann hat Brigitte in der Keller- und PH-Zeit für einen richtigen Geburtstag gesorgt. Sie motivierte„Geburtstag“ weiterlesen
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Die Gesprächsbatterie
Nach einem intensiven Gespräch mit Gabi in einem Cafe müsste doch meine Gesprächsbatterie erst mal gefüllt sein. Nein, im Gegenteil, ich bin aufgekratzt und plauderfreudig. An der Bushaltestelle will der Bus gerade losfahren, ich winke, und die Tür geht noch mal auf. ‘Sie sind so süß!’ rufe ich dem Fahrer zu. Mit zwei Fahrgästen mit„Die Gesprächsbatterie“ weiterlesen
6 Uhr früh
Zehn vor sechs bin ich aufgestanden, als ich gearbeitet habe. Manchmal stand ich schon kurz nach sieben am Kopierer. Seit ich nicht mehr zur Schule gehe, schlafe ich aus, bis halb acht oder auch halb neun. Oft liege ich nur faul rum, ohne noch mal einzuschlafen. Gestern dachte ich, ich werde einfach ungewaschen in die„6 Uhr früh“ weiterlesen
Stylisch
Als ich Claude kennenlernte, empfand ich sie als eine Freundin. Erst als sie mir ihre Mutter vorstellte, wurde deutlich, dass sie eine andere Generation ist. Bei unseren Gesprächen merkte ich zunächst nichts davon, unsere Interessen und Ansichten lagen nicht so sehr weit auseinander. Aber als ich sie gestern traf, fiel es mir dann doch auf.„Stylisch“ weiterlesen
Wer gießt die Pflanzen?
Im Krankenhaus soll es so drei bis vier Tage dauern. Das halten die Pflanzen aus, wenn ich alles gut vorbereite. Raffaela bietet an, dass ihre Kinder gießen könnten, weil sie ohnehin in der Wohnung wären. Oh nein, das kann nur ich. Raffaela wundert sich, dass ich so wenig Vertrauen zu ihren Kindern habe, aber ich„Wer gießt die Pflanzen?“ weiterlesen
Kunstverstand
Wir sind in der Alten Nationalgalerie und gehen von Raum zu Raum. Ein Bild mit einer Mühle. Ich gehe vorbei. Da sagt Antonia: ‘Haben Sie gesehen, ein van Gogh’. Was? Ich gehe noch mal zurück. Das Bild ist für mich keine Sensation, aber ein van Gogh! Da muss ich doch genauer hinsehen. Heute sehe ich„Kunstverstand“ weiterlesen
Raffaela 
Meine Nachbarin heißt Raffaela, eine hübsche Italienerin. Ihre Kinder hatte ich schon kennengelernt. Ich traf sie an den Mülltonnen und sagte, was man so zu einer neuen Mitbewohnerin sagt: ‘Haben Sie was zu verzollen?’ In meinen Italienischkursen habe ich nicht gelernt zu sagen ‘Ich bin Ihre Nachbarin, viel Glück in der neuen Wohnung und auf„Raffaela “ weiterlesen
Ein Missverständnis
Wahrscheinlich wusste ich noch nichts über Beuys, hatte aber schon viele Ausstellungen gesehen, aber dieses Kunstwerk kannte ich nicht und war hingerissen. Ein Stapel alter Schultafeln, wie ich sie nur noch kurz kennengelernt hatte, schwarz mit deutlichen Gebrauchsspuren mit Kreideschrift bedeckt. Ich spürte die Schüler und Lehrer vor der Tafel. Die Prüfungsangst, das pädagogische Bemühen.„Ein Missverständnis“ weiterlesen
Demenz
Kurz vor der Akazienstraße stelle ich fest, dass ich die Maske vergessen habe. Wie oft passiert mir das denn noch. Also zurück. Der Haken für die Maske an der Wohnungstür ist leer. Nanu, wo ist sie? In der Tasche habe ich doch gründlich nachgesehen. Da merke ich, dass sie an meinem Handgelenk baumelt. – Aber„Demenz“ weiterlesen
Irmchens Schränkchen
Das Schränkchen stand bei Irmchen im Flur, es war braun und sah nicht sehr geliebt aus. Ich kann mich nicht erinnern, ob was drin lag. Bei mir war es Liebe auf den ersten Blick. Ich sagte ‘Ist das süß!’ – ‘Kannst du haben.’ Da ich das Schränkchen sicher nicht bei Frau Zinn hatte und auch„Irmchens Schränkchen“ weiterlesen