Vielleicht war es eine politische Krise oder Angst vor Naturkatastrophen, jedenfalls wurde vor vielen Jahren Bevorratung empfohlen. Einige Zeitungen druckten Listen, was man horten sollte, z. B. Batterien für Taschenlampe und Transistorradio, Kerzen und Streichhölzer, Dosennahrung, Trockenlebensmittel und soundsoviel Liter Wasser pro Person. – Mich hat das nicht interessiert, ich hatte auch lange keinen Kühlschrank.„Vorratshaltung“ weiterlesen
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Bitte, lesen …
Das erste Mal, dass ich was geschrieben habe, war wohl in der 1. Klasse (?) und zwei (?) Lehrerinnen waren so beeindruckt, dass sie mich in der großen Pause nicht auf den Hof schicken, sondern weiter schreiben ließen. Ich schrieb wohl irgendwas über meinen Vati und kann mich sonst nur an ‚… meine Puppen heißen„Bitte, lesen …“ weiterlesen
Besuch
‚Räum doch mal auf! Wenn jetzt Besuch kommt!‘ Das war ein oft gesagter Satz zu Zeiten ohne Telefon. Es konnte immer mal jemand überraschend vor der Tür stehen und dann… Heute ist es unhöflich, ohne ausführliche Anmeldung irgendwo zu erscheinen. – Nach dem Einkaufen treffe ich zufällig eine ehemalige Nachbarin aus unserer Straße und nötige„Besuch“ weiterlesen
Besuch II – alles schier!
Frau Chr. ist weg und ich fange an, aufzuräumen, als käme gleich der Papst. In nicht mal zwei Stunden sind (fast) alle Räume aufgeräumt. Ich mache Fotos. Dann versorge ich den Balkon ganz gründlich. Ich muss ja kaum putzen, es ist alles sauber. Eine Gebisstablette schmeiße ich noch ins Klo und sauge alles durch. Alles„Besuch II – alles schier!“ weiterlesen
Kante
Meine Lieblingsaufsicht plaudert mit mir und wir kommen vom Hundertsten ins Tausendste auf die Kante. Er hat das auch gespielt, wenn auch nach anderen Regel, und versprochen, für mich eine Kante zu fotografieren, wenn er irgendwo noch eine in Berlin entdeckt. Und Klimpern kennt er auch, sogar Oblaten stechen. Bei ihn hießen die Lackbildchen. Vor„Kante“ weiterlesen
Der Chef
Ein besonders mürrischer Mensch ist der Chef vom Blumenladen. Er raunzt seine Kunden an, gibt unwirsche Antworten und scheint immer beleidigt zu sein. Wenn es mal zu schlimm war, bestreike ich ihn einige Tage. Und dann stehe ich wieder mit den anderen in der langen Schlange, um ein Blümchen zu kaufen, weil mir mehr fehlt„Der Chef“ weiterlesen
Die erste gesammelte Kastanie
Die Tage werden etwas kürzer, aber es ist noch warm und fühlt sich an wie Sommer. Dann verkündet das Radio, es sei Herbstanfang. Na, wenn schon, immer noch Sommer. Doch dann regnet es bei 16 Grad und e riecht nach Herbst. Bestimmt wird es bald wieder schöner. Heute ist Marathon. Immer wieder Regen. Ich warte,„Die erste gesammelte Kastanie“ weiterlesen
Die Matheaufgabe
In der Zeitung finde ich eine Matheaufgabe, die meinen Ehrgeiz weckt. Es gibt nur einen, der sie lösen könnte, R.s Mann. Der ruft auch freundlicherweise zurück, gibt zu verstehen, dass die Aufgabe ein Klacks für ihn wäre, er aber dafür keine Zeit aufbringen möchte und verweist mich auf Wikipedia. In mein schlaues Kästchen kann ich„Die Matheaufgabe“ weiterlesen
Heimwerken
Heute hat Heidrun eine Fußbank mitgebracht. Auch nach der Reinigung war ich nicht zufrieden und kramte den Schwingschleifer raus und zog das Holz ab. Sehr schön. Nach einer Weile war ich doch nicht ganz glücklich und holte auch den kleinen Schleifer raus. Und da wusste ich nicht mehr, wie das Schleifpapier befestigt wird. Fummel fummel, „Heimwerken „ weiterlesen
Grünzeug
Als ich im Frühjahr die abgestorbene Konifere aus dem Küchenkasten genommen hatte, füllte ich das Loch provisorisch mit Grünzeug vom Balkon, das den Winter überlebt hatte und nach nichts aussah. Für die Küche reicht’s. Dann wuchs das Grünzeug und wurde auch dichter. Na bitte, kann ja so bleiben. Im Sommer war es schon eher ein„Grünzeug“ weiterlesen